Diamanten-Handelsverbund Rapaport belegt Diamanten aus Simbabwe mit Bann

Anfang der Woche hat der weltgrößte Diamanten-Handelsverbund Rapaport seinen rund 10.000 Mitgliedern verboten, wissentlich Diamanten aus den Marange-Minen aus Simbabwe in Umlauf zu bringen. In der Marange-Region wurden 2006 immense Diamantvorkommen entdeckt, laut Experten der wichtigste Fund im südlichen Afrika in den vergangenen Jahren. Dies löste in dem verarmten Land einen wahren Diamantenrausch aus …

… Tausende machten sich ins Fundgebiet auf und versuchten dort ihr Glück. Nach den Recherchen von Journalisten führten Militär und Polizei in den Marange-Minen ein brutales Regime: Sie sollen Tausende von Simbabwern, darunter auch Kinder, zur Arbeit in den Minen gezwungen haben und den Großteil des Erlöses aus dem illegalen Verkauf der kostbaren Mineralien in die eigene Tasche gesteckt haben. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) starben in Marange allein in den vergangenen zwei Jahren mindestens 200 Menschen in Folge des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte.

Genau deshalb haben die Staaten des Kimberly-Prozesses – ein freiwilliges Regelwerk, das sogenannte „Blutdiamanten“ vom Markt fernhalten soll – den Handel mit Marange-Steinen im November 2009 untersagt. Im Juli wurde der Handel dann aber in gewissen Grenzen wieder erlaubt, was von Menschenrechtsorganisationen denn auch kritisiert wurde: Mit dem Geld, so der Tenor, werde nur ein autokratisches Regime am Leben gehalten.

Weitere Informationen über den Diamanten-Handel in Simbabwe gibt es unter folgenden Links:

fr-online

DiePresse

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