Zurück aus Simbabwe

Einmal mehr mussten wir während unseres diesjährigen Aufenthaltes im September erfahren, wie nah Freud und Leid bei unserer Arbeit in Simbabwe zusammenliegen.
Dabei hatten wir eigentlich allen Grund stolz zu sein: Nachdem wir über 2 Jahre gesammelt hatten, war es ZimRelief endlich möglich unserem Partnerprojekt Shingirirai Trust eigene Räumlichkeiten zu finanzieren (siehe Jahresbericht 2009).  Das neue Zentrum dient nun als Anlaufstelle und Koordinationspunkt, bietet genug Platz für das breite Angebot der Organisation und gibt den Mitarbeitern und Kindergärtnerinnen Raum für die gemeinsame Organisation der Aktivitäten vergangene Woche wurde das neue Shingirirai Centre gemeinsam mit uns dann auch offiziell eingeweiht.
Leider konnte Margret Rose, die Leiterin der Kindergärten bei Shingirirai diesen Feierlichkeiten nicht mehr beiwohnen. Sie war kurz zuvor an den Folgen Ihrer HIV-Erkrankung gestorben. So wurden wir mal wieder mit der bitteren Realität in Simbabwe konfrontiert. HIV/AIDS mit all seinen grausamen Konsequenzen ist allgegenwärtig und lähmt die gesamte Gesellschaft, fast jeder Fünfte ist infiziert. Wir alle trauern sehr um Margret und werden sie immer in unserem Herzen behalten, unsere Anteilnahme gilt ihrer gesamten Familie.

Angesicht dieser Situation sind Bildungs- und Aufklärungsprojekte wie die unseren im Land unersetzlich. Nur durch Bildung und gezielte Aufklärung (vor allem schon im Jugendalter) lässt sich die Verbreitung von HIV/AIDS eindämmen. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie effektiv unserer Partnerprojekte vor Ort mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und auch mit Problemen und Verlusten wie Margrets Tod trotz aller Widrigkeiten zurechtkommen. Dies gibt auch uns weiterhin das Gefühl, vor Ort die richtige Arbeit zu leisten.

Ein besonderes Highlight war dann auch ein Jugend Camp, bei dem Jugendliche und Lehrer aller unserer 3 Partnerprojekte für ein Wochenende teilnahmen. Die Organisation des Camps übernahm Godfrey Mungazi, der Leiter unseres Partnerprojekts Vision & Hope.

Ziel dieses Wochenendes war in erster Linie, mit den Jugendlichen gezielte Aufklärungsarbeit zu betreiben. Aus diesem Grunde wurden von den Mitarbeitern der verschiedenen Organisationen gemeinsam Workshops für die insgesamt 27 Kinder ausgearbeitet. Dabei lagen die Themenschwerpunkte auf den Bereichen Ernährung, Gender, Kommunikation, Kinderrechte, familiärer Missbrauch sowie HIV/AIDS. Sehr viele der Jugendlichen kommen aus zerrütteten Familien, oftmals müssen sie bei Verwandten leben, da die Eltern verstorben sind. Wir hatten für das Wochenende bewusst diejenigen Kinder ausgewählt, die am meisten Förderung nötig haben. Dank der Arbeit unserer Partnerprojekte können diese überhaupt die Schule besuchen. In den Townships sind leider sexueller Missbrauch und eine hohe HIV-Infektionsrate oft an der Tagesordnung. Und  Aufklärung und Hilfestellung bei diesen Themen kommt meist zu kurz. Wir wollten durch das Wochenende den Kindern dabei helfen, das Leben in den Townships besser zu meistern und Unterstützung bei der Lösung ihrer Probleme geben.

Darüber hinaus bot das Camp den Kindern die Möglichkeit, für kurze Zeit ihren schwierigen Alltag hinter sich zu lassen. Wir hatten bewusst ein kleines Naturreservat am Stadtrand von Harare als Örtlichkeit für das Youth Camp ausgewählt. Und es war unbeschreiblich, wie die Kinder in dieser neuen, für sie so unbekannten Umgebung aufblühten und zusammenarbeiteten .

 Darüber hinaus sind nun auch die Budgets für die Programme unserer Partnerprojekte 2010 abgeschlossen, unter folgendem Link könnt Ihr die Mittelverwendung nachlesen: Budget

VIELEN DANK AN ALLE UNSERE UNTERSTÜTZER!!!

 

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