Kooperation mit Ingenieure ohne Grenzen: Autarke Notstromversorgung für 2 unserer Partnerprojekte

ZimRelief freut sich über eine Kooperation mit der Stuttgarter Regionalgruppe der Organisation Ingenieure ohne Grenzen. Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, bei unseren beiden Partnerprojekten Glen Forest und Shingirirai Trust in den Außenbezirken Harares eine Notstromversorgung zu ermöglichen. Ein Batteriespeicher-System (Backup-System), u.U.  mit Unterstützung durch eine stromerzeugende Photovoltaikanlage, soll die in Simbabwe häufig auftretenden Stromausfälle überbrücken und zumindest eine Grundversorgung der wichtigsten elektrischen Verbraucher wie Lampen, Computer Nähmaschinen etc. gewährleisten, damit die wichtigsten Basisaktivitäten…

 

… der Organisationen durchgeführt werden können (Unterricht, Workshops, Näharbeiten, Verwaltungsarbeiten am Computer).

Ingenieure ohne Grenzen e.V. ist ein Verein, der sich seit 2003 auf ehrenamtlicher Basis  der ingenieurtechnischen Hilfeleistung und Ausbildung in der Entwicklungszusammenarbeit widmet. Der Verein ist in Regionalgruppen organisiert, die ihre Projekte weitgehend selbstständig auswählen, planen und ausführen. Die Idee zu diesem Projekt entstand durch die Anregung unserer simbabwischen Projektverantwortlichen und dem darauf folgenden regen Austausch zwischen Bastian Mögele, dem Gründer von ZimRelief, und Clemens Brauer, die sich im Rahmen eines Praktikums in Simbabwe kennen lernten.

Im März haben Clemens Brauer und Sebastian Nuber von der Stuttgarter Regionalgruppe der Ingenieure ohne Grenzen gemeinsam mit ZimRelief Glen Forest und Shingirirai besucht, um die Verantwortlichen beider Einrichtungen kennen zu lernen, sich ein Bild über die Umstände vor Ort zu machen und um Daten für ihr Projekt „Backup-System /Photovoltaik-Anlage für zwei soziale Einrichtungen in Harare/Simbabwe“ zu sammeln.

Für das Backup-System besteht auch die Möglichkeit einer solaren Unterstützung durch Photovoltaik-Zellen, die eine stärkere Unabhängigkeit – auch bei längeren Stromausfällen – ermöglichen würde. Darüber hinaus soll im Glen Forest Development Centre eine neue Wasserpumpe installiert werden um die während der Unruhen nach den Präsidentschafts-Wahlen 2008 gestohlene Wasserpumpe zu ersetzen.

Wichtiger Bestandteil des Projektes ist wie bei allen Projekten der Ingenieure ohne Grenzen das Thema Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit heißt im Falle unseres Projektes unter anderem, dass unsere Projektpartner in die Lage versetzt werden sollen, selbstständig für den Erhalt des Backup-Systems bzw. der Photovoltaikanlage zu sorgen. Dies umfasst sowohl die Schulung von Mitarbeitern der Einrichtungen als auch die Generierung von Einnahmen zur Finanzierung aller laufenden Kosten, wie z.B. Reparaturen. Hierbei ist eins ein sehr hoher Anteil an Eigeninitiative gefragt.
Bevor jedoch mit der eigentlichen Umsetzung begonnen werden kann, war erst eine Erkundung notwendig. Dabei haben Clemens und Sebastian zunächst den konkreten Strombedarfe ermittelt, um daraus die notwendige Leistungsfähigkeit der beiden Systeme zu bestimmen. Mit Hilfe der ermittelten Daten wird nun intensiv and einem Konzepts für die Energieversorgung gearbeitet. Die Entscheidung für ein Batterie-Backup oder eine Photovoltaikanlage und wie groß die Anlagen jeweils werden, hängt auch von den entstehenden Kosten ab.

Mit den Leitern und Mitarbeitern von Shingirirai und Glen Forest haben Clemens und Sebastian viele Gespräche geführt. Es war wichtig, den Verantwortlichen mitzuteilen, dass dieses gemeinsame Projekt auch für sie einiges an Verantwortung und Aufwand mit sich bringt. Sie haben sich sehr interessiert und engagiert gezeigt. Gemeinsam mit den Partnern erarbeiten die Ingenieure zur Zeit an Möglichkeiten, unser Projekt zur Schaffung eines zusätzlichen Einkommen für Glen Forest und Shingirirai zu nutzen, um ihnen die selbstständige Erhaltung der Anlagen zu ermöglichen.
Sobald die Planungen weitestgehend abgeschlossen sind, geht es für die Ingenieure ohne Grenzen um die Beschaffung der Projektmittel. Diese wollen sie komplett eigenständig organisieren. Wir hoffen, dass bis zum Beginn des nächsten Jahres alle Mittel zusammen sind und mit der Umsetzung vor Ort begonnen werden kann – sofern es die politische Situation im Land erlaubt.
ZimRelief bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfen der Ingenieure ohne Grenzen in Stuttgart, die unseren Partnerprojekten dies ermöglichen.

Weitere Infos sowie auch ein Projekttagebuch gibt es auf der Homepage der Ingenieure ohne Grenzen unter folgendem Link: ingenieure-ohne-grenzen 

 

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